Die Sieben Weltwunder der Antike Die Sieben Weltwunder der Antike sind allesamt Beweise für den architektonischen, künstlerischen und technischen Größenwahn der Menschen. Alleine die Dimensionen der Bauwerke zeigen an, dass ihre Schaffer energisch versuchten, die anthropozentrische These „der Mensch sei das Maß aller Dinge" weit zu übertreffen. Aus dem 5. Jahrhundert vor Christus - zu Lebzeiten des griechischen Historikers Herodot - zeugen Reiseberichte von großartigen Bauwerken. Die Rede ist von Sehenswürdigkeiten von so beeindruckender Größe und Herrlichkeit, dass sie letzten Endes als Wunder bezeichnet wurden. Um das Jahr 130 vor Christus wurde eine Liste der Weltwunder vom griechischen Dichter Antipater von Sidon zusammengestellt. Die Sieben Weltwunder der Antike sollten die Menschen noch für eine lange Zeit in ihrem Bann halten. So berichtet Plinius der Ältere in seiner „Naturgeschichte" tief beeindruckt von den Trümmern des Koloss von Rhodos, die er während einer Reise auf die Insel im 1. Jahrhundert nach Christus sah. Um das Jahr 1800 führte die zehnjährige besessene Suche nach den Resten des Artemistempels in Ephesos zum psychischen und körperlichen Zusammenbruch des englischen Archäologen J.T. Wood. Und auch die Pyramiden haben unzählige Menschen wegen der in ihnen verborgenen Schätze und Reichtümer in ihren Bann gezogen. |